Rudolf-Steiner-Schule Ismaning


Die Produkte kommen hauptsächlich aus Südostasien , verwunderlicher Weise nicht aus Afrika, wo man sich doch dort das billige Herstellen von Produkten so gut vorstellen könnte.  
Die Globalisierung gehört unterbewusst längst zum Lebensalltag jedem deutschen Schülers.
Was steckt wirklich hinter den Klamotten die wir tragen? Dafür muss man als erstes einmal herausfinden woher sie eigentlich kommen, Ergebnis in unserer Gruppe: China, Bangladesch, Vietnam, Finnland, Schweiz, Japan, Mittelamerika, etc.etc.
Wir verfolgen den Weg eines T-Shirts vom Anbauen der Baumwolle bis zur Rückgabe in die Altkleidersammlung. Begonnen wird, in diesem Fall, in Nicaragua, wir kommen über die Türkei, den Taiwan, El Salvador, Deutschland und die Niederlande und landen schließlich in Afrika. Das T-Shirt hat, allein bis es in Deuschland das erste Mal verkauft wurde, schon 49.000 km zurückgelegt.
Wie? Der Kontainer hat in der Geschichte der Globalisierung eine große Rolle gespielt, der Großteil aller Transporte weltweit wird mit Fußballfeldgroßen Frachtschiffen erledigt, nur in Nordamerika überwiegt der Güterzugtransport. Die Luftfracht wäre zwar schneller, wird jedoch aus Kostengründen fast nie gebraucht.
So kaufen wir also unser T-Shirt, das davor die Welt umrundet hat, für geschätzte  10 Euro hier in München, eigentlich unglaublich!
Um noch einmal auf Afrika zu kommen: Vor ein paar Jahren war Südostasien ungefähr auf dem wirtschaftlichen Stand Afrikas, inzwischen hat China Deutschland wirtschaftlich überholt und Afrika geht es genauso schlecht wie davor. Wieso schafft Südostasien den Sprung und Afrika nicht? Diese frage kann man wohl mit “ China hat es einfach besser angestellt” beantworten. Die Chinesen sind Arbeitstiere, dagegen herrscht in Afrika eher entspannteres Klima, wo, wenn dann eher die Frauen mal anpacken. Dazu kommt, dass in Afrika jahrelang schlechte, korrupte Regierungen an der Macht waren, die hauptsächlich ihren eigenen Vorteil suchten. Das Geld, was die Elite in Afrika besitzt, fließt sofort ins Ausland und wird nicht im eigenen Kontinent investiert. Realistisch gesehen hat Afrika zurzeit also wenig Chancen.
Dies waren nur ein paar Gedanken des Vormittags, in den leider noch zu viele verschiedene Anschneidungen von Themen in die letzten 15 Minuten gedrängt wurden, dennoch viel Unbewusstes bewusst und viele Fragen beantwortet wurden.